BDSF Geprüfter, EUC zertifizierter Freier Sachverständiger für Dach-, Wand- und Abdichtungstechnik

07.10.2016, Autor: Peter Erich Guggenbühler

Notüberläufe auf flachen und flachgeneigten Dächern. Eigentümerpflicht zur Nachrüstung bei bestehenden baulichen Anlagen

Die Verantwortung für die Sicherheit von öffentlichen und privaten Gebäuden liegt beim Eigentümer. Er hat dafür Sorge zu tragen, dass von seinem Gebäude keine Gefahr für Leben oder Gesundheit ausgeht, Beispiel Musterbauordnung MBO, § 3 (1) Allgemeine Anforderungen, auszugsweise: „§ 3 Allgemeine Anforderungen (1) Anlagen sind so anzuordnen, zu errichten, zu ändern und instand zu halten, dass die öffentliche Sicherheit und Ordnung, insbesondere Leben, Gesundheit und die natürlichen Lebensgrundlagen, nicht gefährdet werden“. Auch in den Landesbauordnungen nachzulesen, Beispiel:

- LBO für Baden- Württemberg, § 76 (1) Bestehende bauliche Anlagen; - LBO für Nordrhein- Westfalen, § 87 (1) Bestehende bauliche Anlagen.

Nach der Errichtung des Gebäudes geht die Verantwortung für die Gebäudesicherheit auf den Eigentümer über. Der Eigentümer muss dann die Gebäudesicherheit gewährleisten. Die Instandhaltung bestehender baulicher Anlagen unterliegt nicht der behördlichen Prüfpflicht. Eine weitere Verpflichtung des Eigentümers zur regelmäßigen Instandhaltung der baulichen Anlage ergibt sich aus dem Verantwortungsbereich als Versicherungsnehmer gegenüber seiner Gebäudeversicherung (siehe Versicherungsbedingungen).

Wegen Zunahme von Stark- und Jahrhundertregen sind u.a. Notüberläufe nachrüsten Aus den Medien ist allgemein bekannt, dass Stark- und Jahrhundertregen in den vergangenen Jahren immer mehr zugenommen haben (Klimawandel). Die Dachentwässerung muss immer mehr und in immer kürzerer Zeit Niederschlagswasser von der Dachfläche sicher ableiten. Eine früher hergestellte, heute u.U. nicht mehr ausreichend dimensionierte Entwässerung kann zu Überflutungserscheinungen und einer statischen Überlastung und damit zum Einsturz der Dachkonstruktion führen. Auch aus diesen Gründen sollte der Eigentümer seine Dachentwässerung Instand setzen, um diese Gefahren von sich und Dritten abzuwenden. Bei der Überprüfung der Entwässerung (durch den Fachmann) sind– am Beispiel der Freispiegelentwässerung - folgende Regeln und Normen zu beachten:

- als allgemein anerkannte Regel der Technik, die Flachdachrichtlinie 10.2008, Dachentwässerung; - als allgemein anerkannte Regel der T, die Flachdachrichtlinie 10.2008, Dachabläufe/ Notab- und Notüberläufe; - DIN 1986- 100, Flachdächer; - DIN 1986- 100, Planungsanforderungen; - DIN 1986- 100, Planungshinweise; - DIN 1986- 100, Dachabläufe; - DIN 1986- 100, Balkone und Loggien; - DIN 1986- 100, Notentwässerung; - DIN 1986- 100, Notabläufe; - DIN 1986- 100, Auslauf auf andere Dachflächen; - DIN 1986- 100, Freispiegelentwässerung; - DIN 1986- 100, Überflutungs- und Überlastungsnachweise; - DIN EN 12056- 3, Flachdachabläufe; - DIN EN 12056- 3, Schwerkraftentwässerungsanlagen innerhalb Gebäuden;

Dem Eigentümer helfen die entsprechenden Fachleute dabei sich mit seinem Gebäude regelmäßig auseinander zu setzen, sich abzusichern, die Sicherheit zu prüfen und ihm zu sagen was zu tun ist, um Schaden und/oder Ordnungswidrigkeiten zu vermeiden.

Peter Erich Guggenbühler.


10.10.2016, Autor: Peter Erich Guggenbühler

Dachdeckung mit Metall- Sandwichelementen, Grenzzustand der Gebrauchstauglichkeit.

Metall- Sandwichelemente sind tragende und/oder raumabschließende wärmedämmende Bauelemente. Sie bestehen aus einem Stützkern aus FCKW- freiem Polyurethan- Hartschaum (PUR), Polyisocyanurat- Hartschaum (PIR) oder Mineralwolle zwischen ebenen, linierten, mikrolinierten, gesickten oder profilierten Deckschalen aus Metall. Gemäß DIN EN 14509:2013-12/ EN 14509:2013 (D) Seite 134, Ziffer E.5.4 muss die ordnungsgemäße Funktion der Elemente bei Beanspruchung durch die Gebrauchslasten sichergestellt werden (die Gebrauchslast ist die Last, mit welcher die Sandwichelemente über die Nennlast hinaus belastet werden dürfen, ohne dass sich ihre spezifizierten Eigenschaften ändern). Der Gebrauchslastbereich sollte nur in Ausnahmefällen genutzt werden.

Der Grenzzustand der Gebrauchstauglichkeit ist nicht zuletzt durch folgende Zustände charakterisiert:

- Knittern (örtliches Beulen) einer Deckschicht des Elements ohne daraus resultierendes Versagen;

- Erreichen einer festgelegten Durchbiegungsbegrenzung.

Liegen keine sonstigen Angaben aus nationalen Normen vor, dürfen bei Dächern die folgenden Richtwerte für die Durchbiegungsgrenzen verwendet werden:

- Kurzzeit- Belastung Stützweite/200;

- Langzeit- Belastung Stützweite/100.

Allein darauf kommt es aber nicht an, wenn gemäß EN 14509:2013 Seite 122, D.2.8, bei Abweichungen von der Geradheit, das Grenzabmaß der verlegten Sandwichpaneelen über 5 mm liegt. An solchen Stellen sind Sandwichelemente nicht Gebrauchstauglich.

Peter Erich Guggenbühler


12.10.2016, Autor: Peter Erich Guggenbühler

EU- Bauproduktenverordnung vom 01.07.2013, Pflichten und Rechte, Leistungserklärung, CE- Kennzeichen, Mangel.

Die Leistungserklärung des Herstellers über das an der Baustelle zu verwendende Bauprodukt ist gemäß EU- BauPVO (EU- Bauproduktenverordnung) dem Auftraggeber zur Verfügung zu stellen. Der mit der Dachsanierung beauftragte Unternehmer oder das beauftragte Unternehmen schuldet ihm die Vorlage der Leistungserklärung über die von ihm verlegten Bauprodukte. Der letzte Zeitpunkt der Vorlage der Leistungserklärung ist die Lieferung.

Inhalt der Leistungserklärung

- Herstellername usw? (Art.6 u.7 EU- BauPVO) z.B. gemäß dem Muster im Anhang III Ziffer 4 EU- BauPVO um den Aussteller indentifizieren zu können; - Angabe des Herstellerwerkes; - Nummerierung der Leistungserklärung, ev. entsprechend der Referenznummer des Produkttyps – (26) EU- BauPVO; - Produkttyp (Artikel 6 (2) a) EU- BauPVO; - Eindeutiger Kenncode des Produkttyps z.B. Muster im Anhang III Ziffer 1 EU- BauPVO; - Typen-, Chargen oder Seriennummer; - System zur Bewertung und Überprüfung der Leistungsbeständigkeit gemäß. Anhang V EU- BauPVO (Artikel 6 (2) b) EU- BauPVO, wie im Muster des Anhang III Ziff. 6 EU-BauPV,

CE- Kennzeichnung

Sie ist vom Hersteller zu Beginn der Lieferkette anzubringen.

Gebrauchsanleitung

Diese wird zu Beginn der Lieferkette vom Hersteller erstellt und dann verständlich in der Landessprache des Verwenders „durchgereicht“. Z.B. Bedienungsanleitungen, Montagehinweise, Verarbeitungs- und Verlegehinweise usw.

Pflichten und Rechte des Bauhandwerkers

Der Unternehmer ist für die mit den öffentlich- rechtlichen Anforderungen übereinstimmende Ausführung der von ihm übernommenen Arbeiten und insoweit für die ordnungsgemäße Einrichtung und den sicheren Betrieb der Baustelle verantwortlich. Er hat die erforderlichen Nachweise über die Verwendbarkeit der verwendeten Bauprodukte und Bauarten zu erbringen und auf der Baustelle bereitzuhalten (§ 55 I MBO 2002). Er hat einen Anspruch darauf, dass dem Bauprodukt die nach dem Gesetz geforderte Leistungserklärung des Herstellers (Artikel 4 – 7 EU- BauPVO) seitens seines Lieferanten beigefügt ist und das Bauprodukt ordnungsgemäß mit der CE- Kennzeichnung (Artikel 8 u. 9 EU- BauPVO) versehen ist. Die CE- Kennzeichnung ist auf dem Bauprodukt oder einem daran befestigten Etikett bzw. auf der Verpackung oder den Begleitunterlagen anzubringen (Artikel 9 (1) EU- BauPV). Der Bauhandwerker hat nicht zuletzt einen konkreten Anspruch auf die Gebrauchsanleitung und die Sicherheitsinformationen (Artikel 11 (6), 14 (2) EU- BauPVO).

Pflichten und Rechte des Baustoffhändlers

Als Wirtschaftsakteur steht er meist in der Mitte der Liefer- und Vertriebskette. Er hat gemäß Artikel 14 (2) EU- BauPVO die Pflicht, sich zu vergewissern, dass das Bauprodukt, soweit
erforderlich, mit der CE- Kennzeichnung versehen ist und dass ihm die erforderlichen Unterlagen sowie Anleitungen und Sicherheits- Informationen beigefügt sind, usw.

Mangel/ Zivilrecht

Ein Bauprodukt ist mangelhaft und eignet sich nicht für die gewöhnliche Verwendung im Sinne des § 434 (1) S. 2 Nr. 2 BGB, wenn ihm die an sich beizufügende Leistungserklärung und/ oder CE- Kennzeichnung fehlen oder diese nicht ordnungsgemäß sind. Insbesondere im Hinblick auf die Landesbauordnung darf ein derart mangelhaftes Produkt nicht ins Bauwerk eingebaut bzw. nicht verwendet werden. Darüber hinaus kann die Bereitstellung eines den Anforderungen der EU- BauPVO nicht gerecht werdendes Bauprodukt auf dem Markt als unlautere geschäftliche Handlung im Sinne des § 3 UWG und damit als wettbewerbswidrig qualifiziert werden usw.

Mangel/ Strafrecht

Das zur Durchführung der EU- BauPV erlassene Gesetz zur Durchführung der Verordnung (EU) Nr. 305/ 2011 sieht in den §§ 8 und 9 für die verantwortlichen Wirtschaftsakteure einschneidende Bußgeld- und Strafvorschriften vor.

Peter Erich Guggenbühler

02.11.2016, Autor: Peter Erich Guggenbühler

Brandschutz, Flachdach- Rohrdurchführung, Einzelvorschriften

Konkretisierte Einzelvorschriften haben Vorrang vor der allgemeinen Regelung des §15 Brandschutz LBOBW, Landesbauordnung Baden- Württemberg. LBOBW § 15 Brandschutz (1) ist die Generalklausel für den Brandschutz. Sie enthält die allgemeinen Anforderungen, die aus Gründen des Brandschutzes an alle baulichen Anlagen gestellt werden, wörtlich: „Bauliche Anlagen sind so anzuordnen und zu errichten, dass die Entstehung eines Brandes und der Ausbreitung von Feuer und Rauch (Brandausbreitung) vorgebeugt wird und bei einem Brand die Rettung von Menschen und Tieren sowie wirksame Löscharbeiten möglich sind“. Die Leitungsanlagen- Richtlinie – LAR, vom 29.11. 2006, fordert als vorrangige Einzelvorschrift im Bereich von kleinen Dachdurchdringungen/ Rohrdurchführungen/ Brandschutzmanschetten die konstruktive Maßnahme um eine Brandweiterleitung zu behindern und die Anwendung nicht brennbarer Baustoffe. Für die Verlegung von Leitungen durch diese hindurch sind ergänzende Bestimmungen aus der Richtlinie über brandschutztechnische Anforderungen an Leitungsanlagen (LAR), 11-2006, zu entnehmen (siehe auch vorbeugender Brandschutz, Bauordnungsrecht, Baden-Württemberg, Handschel, 17.05.2010, S. 55, Landesfeuerwehrschule zu den Leitungsanlagen Richtlinien). Gemäß § 15 Absatz 1 LBOAVO,  Landesbauordnung Ausführungsverordnung dürfen Leitungen aller Art durch Decken nur hindurchgeführt werden, wenn eine Übertragung von Feuer und Rauch nicht zu befürchten ist. Als geeignete Maßnahmen zur Verhinderung einer Übertragung von Feuer und Rauch müssen nach der LAR die Leitungen entweder a) durch Abschottungen geführt werden, die mindestens die gleiche Feuerwiderstandsfähigkeit aufweisen, wie die raumabschließenden Bauteile, oder  b) innerhalb von Installationsschächten oder Installationskanälen geführt werden, die – einschließlich der Abschlüsse von Öffnungen – mindestens die gleiche Feuerwiderstandsfähigkeit aufweisen wie die durchdrungenen, raumabschließenden Bauteile und aus nicht brennbaren Baustoffen bestehen (Richtlinie über brandschutztechnische Anforderungen an Leitungsanlagen -Leitungsanlagen- Richtlinie LAR, vom 29.November 2006, GABl. 2006, Nr.13, S. 859, Ziffer 4, Führung von Leitungen durch raumabschließende Bauteile (Wände und Decken), Ziffer 4.1 S. 4 Grundlegende Anforderungen, Ziffer 4.1.2 S. 5 Abschottung und Feuerwiderstandsfähigkeit kleine Dachdurchdringung. Oft werden – vertraglich zu vereinbaren - nicht brennbare Rohrdurchführungen aus Stahlblech eingebaut, bei denen wegen der guten Wärmeleitfähigkeit des Metalls bei Durchdringungen durch Decken besondere Abschottungsmaßnahmen erforderlich sind. Zweckmäßig wird in so einem Fall die Rohrdurchführung/ Brandmanschette innen mit einem Intumeszenzstoff beschichtet, der im Brandfall aufschäumt. Das Rohr muss fugendicht eingebaut werden. Hohlräume sind mit Mineraldämmstoff auszufüllen und mit Brandschutzmörtel (oder gleichwertig zugelassenem Baustoff abzuschotten). Gegen das Eindringen von Niederschlagswasser ins Gebäudeinnere bildet eine geeignete Abdeckkappe den oberen Abschluss der Rohrdurchführung/ Brandmanschette. In der Regel sind zugelassene Bauprodukte einzubauen und die Herstellervorschriften zu beachten.


12.12.2016, Autor: Peter Erich Guggenbühler

Dachdichtung nach K2 (höherwertige Ausführung) nicht immer zu vereinbaren; Kontext; Hinweispflicht des Auftragnehmers; Abweichung.

In der Fachwelt werden – wie den Foren vielfach zu entnehmen ist - die Anforderungen anDachabdichtungen der Anwendungskategorie K1 und K2 kontrovers diskutiert. Die Dachabdichtungsnorm für nicht genutzte Dachflächen - DIN 18531- 1:2010-05 - beschreibt 2 Kategorien (Qualitätsklassen), nämlich - Anwendungskategorie K1 (Standardausführung): Dachabdichtungen, an die übliche Anforderungen gestellt werden, sind der Kategorie K1 zuzuordnen. - Anwendungskategorie K2 (höherwertige Ausführung): Dachabdichtungen, an die durch Planer/ Bauherr (z.B. aufgrund höherwertiger Gebäudenutzung, Hochhäuser, Dächer mit erschwertem Zugang) erhöhte Anforderungen gestellt werden, sind der Anwendungskategorie K2 zuzuordnen. Durch fehlendes Kehlgefälles zu den Dachabläufen hin, entspricht die Dachabdichtung nicht mehr K2, sondern lediglich der Kategorie K1. Mangels Vereinbarung ist standardmäßig von Anforderungen an die Dachabdichtung nach der Anwendungskategorie K1 auszugehen. Die Ausführung der Dachabdichtung nach K2 ist zu vereinbaren, kann sich für den Fachmann aber auch aus beispielsweise folgendem Kontext erschließen. Aus K1 und K2 ergeben sich Qualitätsanforderungen nicht nur an Abdichtungen, sondern auch an die Planungs- und Ausführungsdetails. Ein Zusammenhang, warum die Anwendung der Dachabdichtung nach K2 (höherwertige Ausführung) ohne Vereinbarung auszuführen ist: Unter dem Flachdach einer Industrie oder Gewerbehalle liegen zum Beispiel Räume, die hochwertig genutzt werden, wie - Produktion;- Verkaufsstätte; - Lager; - Kühlräume; - Personenverkehr; - usw., bei denen Wasserschäden gravierende Folgen haben und eine Reparatur des Flachdachs mit kostenintensiven Betriebsunterbrechungen verbunden ist. Bei Flachdächern dieser Art muss die Abdichtung zuverlässig und dauerhaft an allen Stellen funktionieren. Dadurch ist dem Aufwand für die Herstellung eines solchen Dachs eine andere Bedeutung beizumessen als bei Dächern, bei denen Wassereintritte eher unbedeutend sind. Nicht zuletzt erfordert die Bedeutung des Versagens eines solchen Flachdachs über diesen Räumen und der Aufwand zur Schadensbeseitigung - Kriterium für das Maß der Zuverlässigkeit - eine höherwertige Ausführung der Dachabdichtung nach der Anwendungskategorie K2. Aus diesem Kontext erschließt sich für den Auftragnehmer die Anforderung an eine höherwertige Ausführung (K2) der Dachabdichtung und muss daher nicht vereinbart werden. (Quelle: Arbeitsheft für Baujuristen u. Sachverständige, Heft 4 Dachabdichtungen, Zuverlässigkeitsaspekte bei Flachdächern und geneigten Dächern, herausgegeben von Dipl.- Ing (FH) Michael Staudt, Architekt, Hollfeld, Dr. jur. Mark Seibel, Richter am Landgericht, Siegen/ Karlsruhe, bearbeitet von Benjamin Gartz, Rechtsanwalt und Fachanwalt für Bau- und Architektenrecht, München, Dipl.- Ing. Matthias Zöller, Architekt, Neustadt an der Weinstraße). Der Auftragnehmer sollte seiner Hinweispflicht gegenüber seinem Auftraggeber nachkommen und ihn in diesem Fall darauf hinweisen. Bei der Anforderung an eine höherwertige Ausführung der Dachabdichtung nach K2 ist die Anordnung eines Kehlgefälles eine allgemein anerkannte Regel der Technik. Dies muss nicht vereinbart werden. Wird davon abgewichen, ist die Dachabdichtung der Anwendungskategorie K1 zuzuordnen. Bei einer Ausführung nach K2 gehört die Anordnung des Kehlgefälles, wie gesagt, zur allgemein anerkannten Regel der Technik im Dachdeckerhandwerk (vgl. Deutsches Dachdeckerhandwerk – Regelwerk – Fachregeln für Abdichtungen – Flachdachrichtlinie -, aufgestellt und herausgegeben vom Zentralverband des Deutschen Dachdeckerhandwerks – Fachverband Dach-, Wand- und Abdichtungstechnik- e.V. und Hauptverband der Deutschen Bauindustrie e.V. – Bundesfachabteilung Bauwerksabdichtung -.

 Peter Erich Guggenbühler